Am vergangenen Samstag unternahmen wir einen wunderbaren Ausflug nach Bokrijk in Belgien. Das Wetter war perfekt – sonnig, mit einer leichten Brise und Temperaturen um die 27 Grad Celsius.
Unsere Reise begann früh am Morgen. Wir packten unsere Fahrräder ins Auto und fuhren los. Die Fahrt nach Bokrijk dauerte etwa zwei Stunden. Schuld daran war die Vollsperrung der A46, die wir umfahren mussten. Aber das trübte unsere gute Laune nicht, denn als wir ankamen, waren wir begeistert von der schönen Landschaft und der frischen Luft.
Bokrijk ist ein Ortsteil von Genk und grenzt unmittelbar an die Stadt Hasselt. Beide Städte liegen am Albertkanal in der Provinz Limburg im flämischen Teil Belgiens. Die künstliche Wasserstraße verbindet die beiden belgischen Städte Liège und Antwerpen.
Genk und Umgebung war eines der bedeutendsten Steinkohlereviere Belgiens aber auch hier, wie im Ruhrgebiet und im Saarland, wurden die Zechen abgebaut. Der Abbau wurde zunehmend unwirtschaftlich.
Genk wurde im Jahr 2000 zur Stadt erhoben.
Die Domein Bokrijk ist ein ehemaliges Landgut, das heute als Freizeitpark und Freilichtmuseum genutzt wird. Die Region besticht durch die Ruhe und die unberührte Heide-Landschaft.
Nach unserer Ankunft auf einem Parkplatz in Bokrijk studierten wir erst einmal den Parkscheinautomaten. Okay war dann doch recht simpel 🙂
Taste „Start“ drücken, Autokennzeichen eingeben und fünf Euro bezahlen. Dieser Tagestarif ist der einzige verfügbare Tarif.
Wir schwangen uns auf die Räder und starteten am Knotenpunkt „243“. Es folgten wunderschöne Radwege, die durch Wälder, Felder und entlang von Seen führten. Die Wege waren gut ausgebaut und gut beschildert, sodass wir uns nicht verlieren konnten. Außer am Anfang der Tour in Hasselt war die Beschilderung eher dürftig.
Wir schauten uns Innenstadt und Hafenbecken an und fuhren weiter durch Wälder, in denen das Sonnenlicht durch die Blätter der Bäume fiel und ein magisches Spiel aus Licht und Schatten erzeugte. Die Vogelstimmen begleiteten uns auf unserer Tour und sorgten für eine entspannte Atmosphäre. Unterwegs machten wir mehrere Boxenstopps, um die Natur zu genießen und ein paar Fotos zu machen.
Wir näherten uns dem Highlight der Tour am Knotenpunkt „91“. Ein wahrhaft einzigartiges Erlebnis, denn hier durchquert man einen See in Augenhöhe mit Enten und Fröschen. Ohne nass zu werden erlebt man hier das Wasser aus einer anderen Perspektive. Über einen Radweg von 212 Metern Länge und 3 Meter Breite geht es hier durch den See. Links und rechts vom Radweg schauten wir über den Wasserspiegel und genossen den Blick auf das glitzernde Wasser. Ein cooles Erlebnis, naturnah. Nach rund 42 Km erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt.
Unser Ausflug nach Bokrijk war ein voller Erfolg. Die Kombination aus Natur und Geschichte machte den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Und ein kleines Essen u.a. mit Bitterballen, vor der Heimfahrt, rundete den herrlichen Tag ab. Die Rückfahrt war dann auch entspannter und kürzer, denn hier gab es keine Sperrungen auf den Autobahnen. 😉